… das war super!
20.04.2010
„Das war ein tolles Wochenende“. So oder so ähnlich äußerten sich die Segler an der Ems am Ende des drei Tage dauernden Segeltrainings.
Für den Segler-Verband Niedersachsen, in Zusammenarbeit mit den Vereinen vor Ort, hier besonders dem Yachtclub Aurich und dem Seglerverein Leer, haben wir am vergangenen Wochenende ein Regattatraining auf der Ems veranstaltet.
23 Yachteigner hatten zu diesem Event gemeldet. Das Trainingsrevier vor Delfzijl und der begrenzte Platz für die Theorieabende ließen leider keine höhere Teilnehmerzahl zu. Dies ist besonders schade, da die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde. Die gemeldeten Yachten spiegelten die im Revier gesegelten Boote gut wieder. Von einer X 79 über ein Waarship und eine Swan bis hin zur neuen Hanse 40 war alles am Start.
Die meisten Teilnehmer brachten ihre Boote bereits am Wochenende vor dem Training nach Delfzijl und wurden jetzt zum Trainingsbeginn gleich am Steg mit einem frischen Fass Freibier begrüßt. Am Abend ging es dann ins vereinseigene Clubhaus. Hier hielt Björn Hoberg ein Referat über die Wettfahrtregeln. Mit seinem fundierten Fachwissen kommentierte er die Bilder einer Powerpoint Präsentation, die er extra für diesen Vortrag erstellt hatte. Zum Abschluss wurde noch eine kurze Einweisung für den Samstag gegeben.
Der Samstag begann mit blauen Himmel und 3 Windstärken, beste Trainingsbedingungen motivierten alle Teilnehmer. So wurden verschiedene Arten von Wenden geübt, das Anfahren von Tonnen und ganz allgemein die Tonnenmanöver wurden optimiert und natürlich wurde auch der optimale Start geprobt.
Nach fast 7 Stunden auf dem Wasser war die Praxiseinheit für diesen Tag beendet. Es folgte ein gemeinsames, sehr leckeres Abendessen mit reichlich Gesprächsstoff und Diskussionen über den Tag. Doch es sollte noch weitergehen: Punkt 20Uhr begann der zweite Theorieteil mit der Aufarbeitung des Praxisteils. Hier wurden die Fortschritte des Tages genau unter die Lupe genommen. Insbesondere die Crew des Startschiffs um Hermann Ewen war voll des Lobes über die schnellen Lernerfolge der Segler. Mit dem zweiten Teil von Björns Regelkunde fand der offizielle Teil seinen Abschluss für diesen Tag. Natürlich ging es bei dem einen oder anderen Glas „Heineken“ Bier noch in eine zweite Diskussionsrunde.
Am Sonntag wehte leider nur ein sehr laues Lüftchen. So wurde zwar Punkt 10Uhr der erste Trainingsstart gefahren, aber nach dem Runden der ersten Bahnmarke kam das Abbruchsignal. Um die Zeit nicht nutzlos verstreichen zu lassen, wurden die Yachten auf die „gegen Stromanlage“ geschickt. Bei dem leichten Wind konnten sich die Boote gerade gegen den starken Strom „hoch am Wind“ halten. Dies waren jetzt die idealen Bedingungen für die 3 Trainerschlauchboote. Sie holten die Segeltrimmer von den Booten und fuhren dann ca. 10m hinter den Yachten her. Aus dieser Perspektive konnte jetzt sehr genau der Segelstand besprochen und ggf. durch die Crew an Bord geändert werden. So konnte jede Yacht ganz in Ruhe perfekt getrimmt werden.
Da der Wind immer schwächer wurde und eine Reihe von Yachteigner noch einen weiten Heimweg vor sich hatten, endete die Veranstaltung am frühen Nachmittag. Dabei wurde das glatte Wasser von den Schlauchbootscrews genutzt um mit bis zu 48 Kn in den Hafen zurück zu „fliegen“.
Über die gesamte Veranstaltung herrschte eine sehr gute Stimmung und so wurde eine Frage immer wieder gestellt: „Wann wird das Trainingswochenende wiederholt?“
Das Wichtigste aber war, dass alle, die Segler, die Organisatoren und die 7 Trainer, viel Spaß an der Aktion auf der Ems hatten.
Möglich war dieses tolle Wochenende nur, weil das Zusammenspiel der Vereine an der Ems hervorragend geklappt hat.
Bedanken möchten wir uns aber ganz besonders bei dem Mitgliedern des Yachtclub Neptunus. Die niederländischen Segler haben uns nicht nur herzlich aufgenommen und unterstützt, sie waren mit großem Eifer bei der Sache. Hierfür unser ganz herzlicher Dank.
Jens Nickel
Dienstag, 20.04.2010